Burnout
   
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Der Begriff des Burnout ist in den letzten Jahren eine häufige und "beliebte", nicht aber so recht anerkannte Diagnose geworden. Verwandte und besser etablierte Diagnosen sind das CFD (Chronic Fatigue Disorder) oder z. B die Midlife Crisis.

Burnout ist verwandt mit:

Helfersyndrom (Schmidtbauer)

CFD (Chronic Fatigue Disorder)

Midlife Crisis

 

Die Bedeutung von Burnout umfaßt einen Zustand enttäuschter Liebe, enttäuschten Engagements, einen Zusammenbruch von Idealen, Werten, Hoffnungen und Handlungszielen bei Menschen, die wie LehrerINNEN, ÄrzteINNEN oder Pfleger und Krankenschwestern "mit Menschen arbeiten".

Andererseits ist Burnout in seiner äußeren Manifestation ein Zustand allmählich oder plötzlich einsetzender körperlicher, gefühlsmäßiger und geistiger Erschöpfung nach lang andauernder Überforderung.

Definition

Zustand emotionaler Erschöpfung, reduzierter Leistungsfähigkeit und Persönlcihkeitsstörung bei Diskrepanz zwischen Erwartung und Realität.

Wer?

Menschen, die sich für Menschen engagieren, sehr deutlich z. B: ErzieherINNEN, LehrerINNEN, KindergärtnerINNEN, ÄrztINNeN.

In diesen Berufen werden 10% der Menschen vom Bournout befallen.

 

 

So erweist sich im Burnout ein Krisenzustand, der köperlich empfunden wird und der doch ein Ausläufer einer Begeisterungskrise ist, die sich durch Erleben einer Desillusionierung manifestiert.

 

 

Die Ursache sah Schmidtbauer beim Helfersyndrom in einer "Hilfsbereitschaft, die weder spontan noch rollengebunden ist, sondern auf der Abwehr anderer Gefühle und Handlungsbereitschaften beruht." Diese Gefühle betreffen die sozialen Verhaltensmuster und die Erwartung, daß das eigene Engagement mit Gegenliebe beantwortet werden soll.

Solche Bergeisterungskrisen können auch im Liebenskummer auftreten. "Es ist Lohnenswert, sich in den letzten großen Liebenskummer zurück zu fühlen, in die Stunden und Tage danach, als klar wurde, daß der/die Geliebte sich nachhaltig von mir abgewandt hat. Dieser Zustand enttäuschter Liebe, die ja noch voller Sehnen ist, kann... beschrieben werden als Inneres Feuer bzw. Brennen bei gleichzeitiger Leere und einem 'tonnenschweren' thorakalen Druckgefühl", erläuert Thomas Ots.

 

Ursache (westliche Medizin)

Ideale, die eine verdeckte Funktion der Abwehr übernommen haben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der chinesischen Medizin ist der beschriebene Zustand der einer grundlegenden Leere, eines Mangels, einer Yin-schwäche, in der Yang relativ und aus westlicher Sicht kompensatorisch überwiegt. Der emotional und mental überforderte Zustand der Anspannung hat die Lebenskräfte einbrechen lassen.

 

Ursache (traditionelle Chinesische Medizin)

Leere-Feuer, ein relatives Überwiegen von Feuer auf Grund eines Mangels an Yin.

 

Es ist hieraus leicht zu erkennen, daß Heilung erst ankommen, kann, wenn der Betroffene Abstand von der Enttäuschung gewinnt. Das kann sich in einem Zusammenspiel der Ableitung der Energie der Leber und einer Mobilisierung der Energie der Niere durch Akupunktur vollziehen. Das kommt dem Wiederaufbau der Lebenskraft entgegen.

Im Sinne eines salutogenetischen Konzeptes ist ein neues Verständnis erforderlich. Die erlittene Enttäuschung muß verareitet werden. Aus geistiger Beweglichkeit wird dieser Arbeit sicher, aber nicht erzwingbar, ein neues Bild mit neuen Möglichkeiten und Einstellungen nachfolgen. Die Tugenden Geduld und Vertrauen bilden hier die Brücke.

 

TCM:

Leber Feuer dämpfen

Niere tonisieren

Herz ausgleiche

 

Salutogenese:

  1. Verständnis, Verarbeitung
  2. Geduld, es gibt noch Möglichkeiten
  3. Vertrauen und Sinn
 

Anmerkungen

Ots, T: Das Burnout-Syndrom - Wissenschafts-theoretische Überlegungen West - ost, in: Deutsche Zeitschrift für Akupunktur, Supplement 2005